„Lasst sie mit ihrem Koffer warten“, spottete der Angestellte der Station. Doch der Mann aus den Bergen hob die halb erfrorene junge Verlobte auf seinen Wagen… und entdeckte, dass alles nur eine Falle gewesen war. Was man in dem Koffer fand, veränderte alles. 😱 😨
— Er wird nicht kommen, Fräulein, sagte der Besitzer der Station düster.
Die junge Frau hob langsam den Kopf. Ihre Finger waren eiskalt, doch sie hielt den Griff ihres schweren Koffers weiterhin fest umklammert, als würde sich ihr ganzes Leben darin befinden.
— Er hat mir versprochen zu kommen, antwortete sie leise. Er schrieb mir jede Woche.
Der Mann lachte bitter.
— Hier versprechen Männer viele Dinge… besonders wenn sie den Geruch von Geld wittern.
Das Gesicht der jungen Frau wurde blass.
— Was wollen Sie damit sagen…
Der Besitzer schwieg einen Moment und blickte dann auf den schweren Lederkoffer.
— Nur eine Närrin reist allein durch das ganze Land… besonders mit so einem Koffer.
Der Wind wurde stärker. Die ersten Schneeflocken legten sich auf das dunkle Haar der jungen Frau. Sie blickte auf die Straße. Leer. Nichts außer dem weißen Horizont und dem eisigen Pfeifen des Windes.
— Vielleicht verspätet er sich nur… murmelte sie mehr zu sich selbst als zu irgendjemand anderem.
Der Besitzer seufzte und schloss die Tür der Station.
— Wenn Sie klug sind, nehmen Sie morgen früh die erste Postkutsche zurück nach Boston.
Doch sie bewegte sich nicht. Sie setzte sich auf ihren Koffer und wartete weiter. Stunden später war die Sonne längst verschwunden. Die Kälte brannte in ihrem Gesicht. Ihre Lippen waren blau geworden. Als das letzte Licht der Station erlosch, begriff sie, dass sie völlig allein war. Langsam zog sie den Koffer an sich und schloss die Augen. Und genau in diesem Moment… hallte das Geräusch von Wagenrädern aus der Ferne.
Das Geräusch kam immer näher. Die junge Frau sprang sofort auf. Ihr Herz raste.
— Er ist es… flüsterte sie.
Langsam erschien ein großer Wagen aus der Dunkelheit, gezogen von zwei schwarzen Pferden. Der Wagen hielt direkt vor ihr an. Doch nicht der Mann, auf den sie gewartet hatte, stieg aus. Es war ein riesiger bärtiger Bergmann, eingehüllt in dicke Pelze. Und was er dann tat, schockierte alle. Die Fortsetzung im ersten Kommentar. 👇 👇 👇
Er betrachtete schweigend die junge Frau und dann den schneebedeckten Koffer.
— Sind Sie hier ganz allein? fragte er mit rauer Stimme.
Enttäuscht nickte sie langsam.
— Ich warte auf jemanden…
Der Bergmann blickte auf die leere Straße und runzelte die Stirn.
— Bei diesem Wetter wird niemand kommen.
Die junge Frau versuchte aufzustehen, doch ihre Beine zitterten so stark, dass sie beinahe stürzte.
Der Mann fing sie sofort auf.
Seine Hände waren eiskalt.
— Mein Gott… Sie erfrieren ja.
Ohne ein weiteres Wort hob er sie auf seinen Wagen und deckte sie mit dicken Fellen zu.
Dann nahm er den schweren Koffer… und blieb plötzlich stehen.
Sein Gesicht veränderte sich.
Der Koffer war unnatürlich schwer.
Viel zu schwer, um nur Kleidung zu enthalten.
Er sagte nichts. Schweigend lud er ihn auf den Wagen und machte sich schnell auf den Weg in die Berge.
Der Sturm heulte während der gesamten Fahrt.
Als sie schließlich eine kleine Holzhütte erreichten, war die junge Frau halb bewusstlos.
Der Bergmann entzündete ein Feuer, brachte heißes Wasser und blieb bei ihr, bis sie langsam die Augen öffnete.
Das Erste, was sie tat, war den Namen des Mannes auszusprechen, den sie heiraten wollte.
In dem Moment, als sie seinen Namen sagte, erstarrte das Gesicht des Bergmanns vollkommen.
Langsam drehte er sich zum Koffer um.
— Dieser Mann hat Ihnen gesagt, Sie dürften den Koffer niemals öffnen… nicht wahr?
Die junge Frau nickte überrascht.
— Ja… aber woher wissen Sie das?
Der Bergmann antwortete nicht.
Er nahm ein Gewehr von der Wand.
Dann sagte er mit leiser Stimme:
— Weil vor drei Jahren… eine andere junge Frau mit genau demselben Koffer hier angekommen ist.
Das Herz der jungen Frau zog sich zusammen.
— Was ist mit dieser Frau passiert…
Der Bergmann schwieg lange.
Dann trat er an den Koffer heran und schnitt mit seinem Messer das Innenfutter auf.
Im nächsten Augenblick erstarrten beide vor Schock.
Unter dem doppelten Boden des Koffers befand sich kein Gold.
Dort lag Dynamit.
Dutzende Stangen.
Und ein Zünder, verbunden mit einem Zeitschalter.
Die junge Frau schrie vor Entsetzen auf und taumelte zurück.
Doch das Schlimmste kam erst noch.
Neben dem Zünder lag ein Foto.
Darauf war genau diese Hütte zu sehen.
Und auf der Rückseite stand geschrieben:
„Das Mädchen ist nur ein Köder. Sobald der Koffer die Hütte erreicht… verbrennt alles.“

