Die neue Sekretärin erstarrte vor Überraschung, als sie ihr Foto im Büro des Direktors sah: Es lag auf seinem Schreibtisch. 😱 😨
Es war ein Foto von mir aus meiner Kindheit. Sie konnte nicht verstehen, wie es hierhergekommen war. Auf dem offenen Laptop auf dem Schreibtisch waren mehrere Seiten mit Informationen über verschiedene Mitarbeiter zu sehen. Es wurde offensichtlich, dass der Direktor die Angewohnheit hatte, Menschen im Voraus zu studieren, bevor er sie einstellte.
Doch bald wurde die Aufmerksamkeit der jungen Frau von einem anderen Blatt angezogen. Es war eine Liste von Sekretärinnen. Neben den Namen standen Zeitangaben: eine Woche, zwei Monate, manchmal einfach die Bemerkung „entlassen“. In der letzten Zeile stand bereits ihr eigener Name.
Die junge Frau verstand, dass die Sekretärinnen hier nicht lange blieben. Es schien, als würden die Menschen immer zu spät begreifen, welche Arbeit sie angenommen hatten.
Und für sie hatte diese Arbeit gerade erst begonnen…
Der Direktor betrat den Raum und bemerkte, dass die junge Frau bereits alles gesehen hatte. Einen Moment lang schwieg sie, dann zeigte sie ihm das Foto.
— Entschuldigen Sie… aber das ist mein Foto. Wie ist es auf Ihren Schreibtisch gekommen?
Der Direktor schwieg einen Moment und setzte sich dann langsam in seinen Sessel.
— Um ehrlich zu sein… ich wusste, dass du es eines Tages sehen würdest.
Die junge Frau war verwirrt. Der Direktor setzte sich an seinen Schreibtisch und sagte:
— Aber hier arbeitet niemand lange.
— Warum?
Der Direktor lächelte leicht.
— Weil die Menschen gewöhnlich zu spät verstehen, welche Arbeit sie angenommen haben.
Das Herz der jungen Frau begann schneller zu schlagen.
— Und was für eine Arbeit ist das?
Der Direktor schloss den Laptop.
— Das wirst du heute Abend erfahren… wenn du zum ersten Mal nach Feierabend hierbleibst.
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Am Abend, als alle bereits das Büro verlassen hatten, war das Gebäude fast leer. Stille herrschte in den Fluren, nur das leise Geräusch der Klimaanlage war zu hören.
Der Direktor setzte sich an seinen Schreibtisch, während die junge Frau stehen blieb und auf die Liste der ehemaligen Sekretärinnen blickte. Eine Woche, zwei Monate… dann „entlassen“.
Der Direktor schloss ruhig den Laptop.
— Du hast schon alles gesehen, sagte er. Jetzt verstehst du wenigstens, warum die Menschen hier nicht lange bleiben.
Die junge Frau schwieg einen Moment. Ihr Blick fiel wieder auf die Liste. Dann nahm sie langsam das Blatt und betrachtete aufmerksam die Namen. Plötzlich veränderte sich ihr Gesicht.
— Sie… sagte sie leise. Sie sind nicht „gegangen“.
Der Direktor verstand nicht. Die junge Frau drehte das Blatt zu ihm und zeigte mit dem Finger auf einen Namen.
— Das ist meine Freundin aus der Universität. Vor drei Monaten hat sie mir gesagt, dass sie eine gute Arbeit gefunden hat… und dann ist sie einfach verschwunden.
Eine schwere Stille erfüllte den Raum. Die junge Frau nahm schnell ihre Tasche.
— Ich glaube, ich habe genug verstanden.
Sie ging zur Tür.
Der Direktor sagte nichts. Er sah sie einfach nur an.
Die junge Frau verließ das Büro, ging schnell den Flur entlang, die Treppe hinunter und verließ das Gebäude. Draußen war die Luft kalt. Sie blieb einen Moment stehen, atmete tief ein und ging dann weiter. Einige Minuten später klingelte das Telefon des Direktors.
Er sah auf das Display und nahm ab.
— Ja, sagte er ruhig. Sie ist schon gegangen.
Jemand sagte etwas am anderen Ende der Leitung. Der Direktor sah einen Moment lang aus dem Fenster auf die dunkle Straße. Dann antwortete er:
— Sehr gut. Folgt ihr.
Ein paar Sekunden später fügte er hinzu:
— Wie bei den anderen… sie soll einfach verschwinden.

